Internetrecht
Das Internetrecht ist eines der wohl heikelsten Themen überhaupt, wenn man über das Web 2.0
spricht. Die unsichere Lage wird dadurch noch verschärft, als dass in unterschiedlichen Ländern unterschiedliche
Regeln bestehen und es bei grenzübergreifenden Handlungen oft zu Unsicherheiten kommt. Human Law befasst sich mit
allgemeinen Themen und stützt sich auf Praxisbeispiele ab. Human Law kann aber nicht als verbindliche Beratung
hinzugezogen werden, da der einzelne Fall genau untersucht werden muss. So kann einmal der Standort des Betreibers
einer Webseite maßgebend sein, ein anderes Mal ist es der Standort des Servers. Oft bestehen sogar im
deutschsprachigen Raum unterschiede. Ein kleines Beispiel: Die EU verbietet den Download urheberrechtlich
geschützter Musik, in der Schweiz dagegen dürfen solche zum privaten Gebrauch gesaugt werden, nicht aber
gleichzeitig Dritten angeboten werden. Bei Tauschbörsen ein Problem und auf jeden Fall eine rechtliche Grauzone und
auch hier muss der Fall individuell abgeklärt werden.
Nimmt man einen Download einer begehrten Künstlerin noch als Kavaliersdelikt wahr,
Sieht es bei Copyright Verletzungen von Webinhalten schon wieder anders aus. Auch der Verkauf von Medikamenten ist
nicht überall gleich geregelt. Können Antidepressiva in den USA in jedem Laden gekauft werden, sind diese bei uns
rezeptpflichtig. Das American Law sieht allerdings in anderen Bereichen deutlich restriktivere Bestimmungen vor, so
dass nicht alles was bei uns erhältlich ist, auch nach Amerika versandt werden darf. In einem Blog über
Internethandel können hierfür schon Hinweise gewonnen werden, was geht und was nicht. Ganz allgemein können Blog
Betreiber von diesen Law Informationen nur profitieren, denn gerade in Blogs herrscht noch ein wenig die Meinung,
man dürfe sich alles aus anderen Seiten zusammenkopieren. Dass dies natürlich nicht geht, zeigt auch ein Beispiel
eines Technologie Blogs, dessen Betrieb inzwischen eingestellt wurde. Durch eine Unachtsamkeit verlinkte dieser ein
Bild mit einer falschen Quelle, worauf diese aufmerksam wurde und den Blog abmahnte. Aufmerksam geworden auf diesen
Fehler, flatterten dem an sich ohne böse Absicht schreibenden Blogger weitere Abmahnungen ins Haus, die letztlich
zur Schließung der Seite führten. Besonders das System der Abmahnung ist nicht überall, auch nicht im ganzen
deutschsprachigen Raum bekannt. Welche Möglichkeiten man hat, wenn eine Verletzung festgestellt wird, dafür hilft
in einem ersten Schritt der Blick in den Blog, ein zweiter Schritt führt zum Fachmann für law and order,
Internetrecht ist gegenüber dem normalen Recht viel komplizierter, weil die Grenzen der
Aktivitäten nicht durch Landes- oder Sprachgrenzen festgelegt sind. Sich in den vielen Grauzonen von law and order
zurecht zu finden, dafür kann ein Blog helfen, aber auch Leute die sich mit jedem einzelnen Fall
beschäftigen.
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